Wohlstand durch Teilen: Gemeingüter als politische Leitlinie?

Veröffentlicht: Oktober 18, 2010 in anticapitalism. anticonsumerism.
Datum: Montag, 1. November 2010, 19:30 – 22:00 Uhr
Ort: Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, Berlin
Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich
Impuls
Maria Fernanda Espinosa Garces, Ministerin, Nationales Erbe, Ecuador
Silke Helfrich, Commons Strategies Group, Deutschland
Reaktion
Richard Pithouse, Universität Rhodes, Aktivist der Sozialen
Bewegungen Südafrikas, Südafrika
Barbara Unmüßig, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung, Deutschland
Moderation: Christiane Grefe, Journalistin, Die ZEIT, Berlin
Es gibt eine wachsende Gemeingüter-Bewegung: Sie vereint
Menschen, die für freie Kultur, freie Software oder für das Recht
auf Teilen des Saatguts streiten ebenso wie Menschen, die sich
in der Transition-Town-Bewegung engagieren, für dezentrale
Energieversorgung, ökologischen Wandel oder lokalisiertes
Wirtschaften einsetzen. Und dafür, dass Gemeingüter dem
Gemeinwesen nicht entzogen, nicht kommerzialisiert oder
unwiederbringlich zerstört werden. Sie alle setzen darauf,
dass Wohlstand durch Zusammenarbeit und Teilen entsteht
und wächst. Dass geschützt und erhalten werden muss, was
uns allen gehört. Dass es mehr gibt als Markt und Staat.
Stellen Sie sich eine Welt vor, in der sich die Politik an der Idee
der Gemeingüter orientiert, statt am Bruttoinlandsprodukt. Was,
wenn der Staat die Bürger aktiv dabei unterstützt, ihre
Gemeingüter zu erhalten und immer wieder neu zu schaffen?
Gemeinsam mit renommierten internationalen Expertinnen und
Experten diskutieren wir das Wesen der Gemeingüter: Auf welchen
Grundüberzeugungen beruht die Debatte? Welches politische
Paradigma liegt ihr zugrunde? Und wie sieht eine Politik aus, die
auf dem Konzept der Gemeingüter (commons) basiert?
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