24.10.2010: MÉGOTAGE 50 Jahre Unabhängigkeiten – Filmauschnitte, Fotocollagen, O-Töne und Musik zum Thema „Entkolonisierung der Bilder“// WELTPREMIERE: TRAUMATA – TRAUMATISMES von Ousmane Aledji (Benin), 27.-29.10.2010 im Haus der Kulturen der Welt/ Berlin

Veröffentlicht: Oktober 22, 2010 in fight white supremacy. fight racism., roc - der tag der revolution ist nah

MÉGOTAGE 50 Jahre Unabhängigkeiten – Filmauschnitte, Fotocollagen, O-Töne und Musik zum Thema „Entkolonisierung der Bilder“, Sonntag, 24.10.2010, 17 Uhr

Am Sonntag, 24. Oktober 2010 um 17 Uhr lädt AfricAvenir zum Abschluss der Filmreihe „Siehst du mich?“ zur MÉGOTAGE 50 Jahre Unabhängigkeiten (Eintritt frei) in die Galerie Listros (Kurfürstenstr 33)ein. Kurator J. Enoka Ayemba hat Kolleg/innen eingeladen, um eine persönliche und subjektive filmische Reise in die lebendige Geschichte des afrikanischen Kontinents zu unternehmen.

Mit dem Begriff „MÉGOTAGE“ beschrieb einst treffend der senegalische Schriftsteller und Filmemacher Sembene Ousmane die miserablen Produktionsbedingungen, in denen die Filmemacher/innen der unlängst unabhängig gewordenen Länder ihre Arbeiten schufen.

MÉGOTAGE bedeutet auch „Zusammen gehörende kleine Teile zusammenfügen“. Es ist ein Versuch, basierend auf dem kreativen Film- und Bilderfundus sowie mit Musikstücken afrikanischer Künstler/innen der letzten 50 Jahre, eine persönliche und subjektive – weil unvollständige – Reise in die lebendige Geschichte und Gegenwart eines Kontinents zu unternehmen. Die Subjekte sind aber hier auch die Akteure.

Mit Funmi Kogbe, Brigitta Kuster und J. Enoka Ayemba unterstützt von Sonja Hohenbild, Nkechinyere Mbakwe. Schnitt: Sandra Hetzl

Galerie Listros
Kurfürstenstr. 33, 10785 Berlin
U1, M85 Kurfürstenstraße

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Africavernir präsentiert:

WELTPREMIERE: TRAUMATA – TRAUMATISMES von Ousmane Aledji (Benin), 27.-29.10.2010 im Haus der Kulturen der Welt in Berlin

„(…) sensationell, verstörend und atemberaubend (…). Aledji begründet eine neue Form des afrikanischen Kunsttheaters“ schrieb das Theaterportal nachtkritik.de über Aledjis letztes Stück „Omon mi“.

„Dies ist ein Theater der Dringlichkeit, ein wahrhaft zeitgenössisches Theater.“ (www.theatre-ephemere.fr)

AfricAvenir lädt ein zur WELTPREMIERE von „Traumata – Traumatismes“ (Original mit deutschen Übertiteln) im Haus der Kulturen der Welt. Vom 27. bis 29. Oktober 2010 wird Ousmane Aledji – einer der brillantesten und vielfach preisgekrönten Regisseure Westafrikas – sein neuestes Werk vorstellen – eine Ko-Produktion von AfricAvenir, gefördert durch die Aktion Afrika des Auswärtigen Amtes.

Kann man 50 Jahre afrikanische Unabhängigkeiten wirklich feiern? Was ist passiert damals und seitdem? Mit „Traumata – Traumatismes“ zieht Ousmane Aledji auf künstlerische Weise Bilanz. Sarkastisch, manchmal resigniert, dann wieder wütend, aufbrausend, kämpferisch inszeniert er hier das kollektive Gedächtnis der „kleinen Leute“. Was ist aus den panafrikanischen Visionen eines Césaire, Lumumba oder Nkrumah geworden?

Inspiriert von Aimé Césaires Werken verbindet „Traumata – Traumatismes“ Schauspiel mit live Videoprojektionen, Tanz und Hip Hop. Dieses rhythmische Zusammenspiel metaphorischer Worte dient hier als zeitgemäßes Medium des Lernens über Afrika und ermöglicht die Wiederaufwertung historischen Wissens.

Aledji selbst schreibt über „Traumata“: „Wie kann man optimistisch sein, wenn man wütend ist? Ist es möglich, von Unabhängigkeit zu sprechen, ohne die Kolonisation in Erinnerung zu rufen? Kann man aber von der Kolonisation sprechen, ohne wütend zu werden? Kann man eine Zukunft erschaffen, wenn man sich nicht der Vergangenheit gestellt hat?“

Am 28.10. findet nach der Vorstellung ein Publikumsgespräch mit dem Regisseur und dem Ensemble statt.

Kartenreservierung
030 – 39 78 7175 oder tickets@hkw.de
Eintritt 13€, erm. 10€

|+| weitere Infos auf unserer Website
|+| oder auf facebook

 

 

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