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Veröffentlicht: Oktober 22, 2010 in roc - der tag der revolution ist nah
PRESSEMITTEILUNG  

freitext, Heft 16: „bewohner innen“ im Handel
Jenseits von Integrationsdebatte, gelebte Transkulturalität

Berlin, 07.10.10 . Für freitext ist ein Deutschland schon längst Alltag,
das andere herbeisehnen und vor dem manche Angst haben. freitext lässt
sich nichts zerreden. Transkulturalität ist hier nicht Gegenstand der
Diskussion, sondern wird gelebt. freitext repräsentiert eine neue junge
und globale Generation, die sich über ethnische und nationale Grenzen
hinwegsetzt und sich die gesamte Welt als Lebensraum aneignet. Sie ist
rebellisch, provokativ und selbstbewusst und lässt sich nicht einfach als
Migrant/innenliteratur klassifizieren, denn die Migrationserfahrung ist
nur noch eins von vielen Themen, mit denen sich diese jungen Autor/innen
beschäftigen. Die Weigerung, fremdbestimmt zu handeln, spricht aus allen
diesen Texten sowie der Wunsch, ihr Lebensumfeld aktiv zu gestalten.
freitext 16 ist ab heute im Handel und in ausgewählten Buchläden, im
Bahnhofsbuchhandel und über www.freitext.com erhältlich.

Diesmal beschäftigen sich die Autor/innen mit den Bewohnern und
Bewohnerinnen einer Gemeinschaft, eines Staates oder global betrachtet.
Immer wiederkehrend ist die Frage, wie Ungleichheiten zwischen den
Bewohner/innen eines Gebietes entstehen, wozu sie dienen und was dagegen
getan werden kann. Auch geht es um die Frage, wer als Bewohner/in gilt und
wer nicht. Der Auszug aus dem titelgebenden Theaterstück „Die Bewohner“
von Lucía Carballal zeigt pointiert, dass im Tourismus in den globalen
Süden und in Katastrophengebiete die Bewohner/innen arm und bedürftig sein
müssen, um als authentische Bewohner/innen gelten zu können. Umgekehrt ist
es jedoch in den früheren Siedlerkolonien wie zum Beispiel Südafrika.
Denis Goldberg, südafrikanischer Anti-Apartheid-Aktivist und gemeinsam mit
Nelson Mandel verurteilt, berichtet im Interview von den Strategien des
Apartheid-Staates, Schwarze Menschen und People of Color (PoC) von der
politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe fernzuhalten,
indem sie zu Fremden im eigenen Land gemacht wurden. „Race“ dient hier dem
Ausschluss und hat globale Gültigkeit, wie Goldberg erklärt, wenn er z.B.
von den Erfahrungen mit Native Canadians berichtet. Widerständige
Strategien Schwarzer Menschen und PoC in Deutschland und die Forderung des
gleichberechtigten Status als Bewohner/innen und Bürger/innen dieses
Landes beleuchtet RonAmber Deloney in ihrem Essay „Transversaler
Aktivismus“. Gedichte der von Deloney zitierten Chantal-Fleur Sandjon, die
2006 mit ihrem Choreopoem „Blaque ReinneCarnations“ in Berlin Aufsehen
erregte, finden sich ebenfalls in dem Heft.
Ein kleines „Special“ rundet diese Ausgabe ab. Deniz Utlu hatte im
Deutschunterricht einer 7. Klasse einen Text aus freitext durchgenommen
und die hieraus entstandenen Briefe der Schüler/innen zeugen von großer
Empathie mit den Figuren.

freitext: Kultur- und Gesellschaftsmagazin rückt Transkulturalität
jenseits von Fremdzuschreibungen und Integrationsdebatte in den Fokus. In
diesem Zusammenhang publiziert es belletristische und essayistische
Arbeiten und präsentiert Werke bildender Künstler/innen.
Die Belletristik-Redakteurin des Magazins Marianna Salzmann wurde mit dem
exil-Dramatiker/innenpreis 2009 ausgezeichnet und der Herausgeber Deniz
Utlu erhielt den Ulrich-Beer-Förderpreis 2010 für schreibende und bildende
Künstler/innen.

Kontakt:
Deniz Utlu: 0049 (0) 176 221 777 37
deniz.utlu@freitext.com
www.freitext.com
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