20.01.2011: Bamako/Dakar Caravane sabotiert Deportation

Veröffentlicht: Januar 24, 2011 in fight white supremacy. fight racism.

Turbulenter Auftakt der Bamako-Dakar-Karawane

Protest über den Wolken: Flugzeug muss wegen einer Abschiebung umdrehen


Nach spontanen Protesten gegen eine Abschiebung ließ die FluggesellschaftAir France gestern Abend ein Flugzeug von Paris nach Bamako in Mali umkehren– und 8 Aktivist_innen der Karawane für Bewegungsfreiheit undselbstbestimmte Entwicklung sowie weitere engagierte Passagiere festnehmen,die nun auf den nächsten Flug warten müssen.
Paris/Berlin 20.01.2011 An Bord der Donnerstagsmaschine Paris – Bamako waren ausser mehrereAktivist_innen der „Karawane für Bewegungsfreiheit und selbstbestimmteEntwicklung“ auch ein gefesselter und von Polizei begleiteter Mann, der nachMali abgeschoben werden sollte. Bereits kurz nach dem Start solidarisiertensich 17 Passagiere und verließen ihre Sitze, weil der Betroffene versuchte,gegen die Ausführung Widerstand zu leisten. Hierauf kehrte der Pilot zurückauf den Pariser Flughafen Charles-de-Gaulle – und ließ acht derAktivist_innen sowie weitere Passagiere aus dem Flugzeug entfernen undfestnehmen. Dabei griffen die Sicherheitskräfte auch einen Familienvater an,der die Ereignisse mit der Kamera seines Mobiltelefons dokumentierte. Einzweiter Versuch, den Mann gewaltsam abzuschieben, wurde unternommen, konnteaber nach Angaben von malischen Aktivist_innen aus Bamako nicht durchgeführtwerden.
Statt Fluggäste zu transportieren, macht sich Air France lieber zumHandlanger der französischen Grenzpolizei und schiebt rücksichtslos Menschengegen ihren Willen ab. Bereits zwei weitere Flüge innerhalb einer Wochestarteten ab Paris verspätet, weil es zu Protesten gegen Abschiebungen kam:Am vergangenen Freitag standen im Flug nach Douala/Kamerun Passagiere gegeneine Abschiebung auf – vier von ihnen wurden in der Folge aus dem entferntund die Personalien festgestellt. Und Mittwoch morgen weigerten sich mehrerePassagiere, sich in ein Flugzeug mit Royal Air Maroc zu setzen, bis dieMaschine eineinhalb Stunden später ohne die beiden Gefangenen abhob.Mitarbeiter_innen der Air France sprechen sich bereits seit 2007 gegenAbschiebeflüge der Airline aus – bislang ohne Erfolg.
Erst tief in der Nacht wurden die letzten Aktivist_innen wieder aus demPolizeigewahrsam entlassen – als das Flugzeug längst gestartet war. Zwardürfte der couragierte Einsatz gegen brutale Abschiebungen im Flugzeug fürdie Aktivist_innen auch noch ein juristisches Nachspiel haben, in Malijedoch dürfte ihnen ein herzlicher Empfang seitens dortiger Aktivist_innensicher sein.

Schwer wiegen allerdings die verpassten Flüge: Mindestens 4.000Euro kosten neue Tickets, damit sie rechtzeitig zum Start der Karawane in Bamako ankommen.

Die Organisator_innen derselben rufen deswegen zurfinanziellen Unterstützung auf.
Spendenkonto der Karawane (auch für Anwaltskosten und ausgefallene Flüge):

Initiative Zusammen Leben e.V.

Name: J. Hackert

Konto: 174 496 53

BLZ 120 300 00 (DKB)

Stichwort: Karawane WSF

20.01.2011:Bamako/Dakar Caravane sabotiert Deportation

Die 1.Gruppe (11 Personen) der Afrique/Europe Caravane, auf dem Flug von Hamburg nach Bamako, musste in Paris zwischenlanden, und wurde mit einer inhumanen Abschiebeaktion konfrontiert. Spontan protestierten sie und mehrere andere Passagiere, was den Kapitän dazu führte, den Abflug abzubrechen um sein « Hausrecht » zu nutzen und die solidarischen Menschen aus dem Flugzeug entfernen zu lassen. Kurz darauf wurde das Flugzeug von ungefähr 30 CRS (riotcops) in Hollywood-manier mit Schild, Stock und Helm gestürmt, die daraufhin 14 Menschen brutal festnahmen, darunter eine Familie mit 2 Kindern. Die unverhältnismässige Gewalt war erschreckend und traumatisierend für alle, und scheint wohl die einzigste Antwort auf Solidaritätsbekundungen mit Opfern einer ebenso brutalen Abschiebepolitik zu sein.
Im Komisariat wurden sie dann von 17 bis 23.45 zur Identitätsfeststellung festgehalten, mit Androhung auf eine 48 stündige U-haft. Zwei der Verhafteten, die bei dem Einsatz verletzt wurden, mussten 3 Stunden in einer Zelle im Keller warten, einen Arzt jedoch hatten sie bis zur Entlassung nicht zu Gesicht bekommen. Es gab weder etwas zu essen noch zu trinken. Am Ende wurden die Menschen aufgefordert Einverständniserklärungen mit dieser Art der « Gefangenverwahrung » zu unterschreiben, was, wie auch das Unteschreiben der Protokolle, abgelehnt wurde. Bei der Entlassung vermerkte die Polizei, man solle sich auf ein Schreiben für eine Vorladung vor ein Pariser Gericht gefasst machen.
No Border no Nation – Stop Deportation

20/01/2011: La caravane Bamako-Dakar sabote une expulsion.

Le 1er groupe de la caravane Afrique/Europe se trouvait sur un vol au départ de Hambourg et à destination de Bamako qui a dû faire escale à Paris. Ce groupe, composé de 11 personnes, s’est retrouvé confronté à ce qu’ils considèrent être une déportation d’être humain. Spontanément, des protestations se sont faites entendre, rapidement suivis par plusieurs autres passagers, ce qui a conduit le commandant de bord à interrompre le vol. Un zélé commandant qui pris de suite parti pour l’ordre en demandant lui-même l’intervention policière. Peu de temps après , une trentaine de CRS investirent l’avion dans le plus pur style hollywoodien avec boucliers, casques et bâtons. Sous la huée des passagers solidaires, ils y arrêtèrent avec la plus grande brutalité les 14 personnes qui refusaient toujours de s’assoir, dont une famille avec ses 2 enfants qui furent séparés sans ménagement. L’usage de la force semble être la seule réponse face à l’expression d’une solidarité envers les victimes de la machine à expulser.
Ils ont ensuite été détenus pendant 7 heures pour identification, avec la menace d’une garde à vue de 48 heures à la clef. Deux des détenus qui ont été blessés dans l’opération ont dû attendre 3 heures dans une cellule au sous-sol pour voir un médecin. Evidemment, pas d’eau et pas de nourriture non plus. Quand on ne vit pas en France, ca choque toujours. Tout du long, ils refusèrent de signer le moindre papier. Avant de les laisser partir, la police leur a précisé qu’ils devaient se préparer à recevoir une citation à comparaître devant le tribunal de Paris prochainement.

01/20/2011: Bamako, Dakar caravan sabotaged Deportation

The 1st group (11 persons) of the Africa / Europe caravan, on a flight from Hamburg to Bamako, had to stop over in Paris, and was confronted by an inhuman deportation action. Spontaneously, they and several other passengers protested, which led the captain to abort the flight and to use his « domestic authority » in order to let remove the solidary people from the plane. Shortly after, about 30 CRS (riot cops) in Hollywood style with shield, stick and helmet wer raiding the plane, then arrested the 14 people brutally, including a family with 2 children. The excessive force was frightening and traumatic experience for all, and seems like their only answer to expressions of solidarity with victims of an equally brutal deportation system.
In the comissary, they were then detained from 17:00 to 11:45 p.m. for identification, with the threat of a 48-hour custody. Two of the detainees who got injured in the operation, had to wait 3 hours in a cell in the basement, a doctor, however, they didn’t receive until discharge. There was nothing to eat nor to drink. In the end, people were asked to consent to this type of „prisoner custody“ ny signing a paper, which they refused, as they refused to sign the Protocols. When being discharge, the police noted that they should prepare themselves for a letter to a subpoena in front of a Paris court.

Advertisements
Kommentare
  1. Ihr seht: Widerstand ist unsere Waffe!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s