AStA HH – rassistischer, sexistischer „Werbefilm“

Veröffentlicht: März 10, 2011 in antifa, fight white supremacy. fight racism., sin banderas sin fronteras, smah patriarchy. smash sexism.

Die Chronologie eines unglaublichen politischen Vorgangs: Das System Johannes Kahrs innerhalb der Hamburger Jusos, der Juso-Hochschulgruppe sowie innerhalb des AStA der Universität Hamburg schlägt voll durch: Ignorieren, leugnen, zensieren und beleidigen.

(siehe auch: Das System Johannes Kahrs im AStA: http://astanews.blogspot.com/2010/12/das-system-johannes-kahrs.html und FAZ: SPD Hamburg – Das System Johannes Kahrs:http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E658E7B2FE5…).

Was passiert da gerade an der Universität Hamburg und zieht bundesweite politische Kreise? Begonnen hatte alles mit dem Einladungstext zum AStA-Imagefilm „Inside AStA“.

Wörtlich war sowohl im Newsletter als auch auf der AStA Homepage zu lesen: „Der Morgen dämmert über dem Hamburger Univiertel – seine Bewohner schlafen natürlich noch. Nur im prächtigen Kuppelsaal des historischen Hauptgebäudes regt sich was: farbenprächtig gewandete afrikanische Reinigungskräfte gehen gospelnd ihrer Arbeit nach – und wehren sich dabei routiniert gegen den Versuch einiger Kommilitonen, ihre Flyer auf der soeben gewischten Bestuhlung auszulegen.“ Dazu ein klischeehaftes Foto von drei Schwarzen Putzkräften die Studierende verjagen.

 

Aufführung des AStA Image-Films from Redaktion StuPa-News on Vimeo.

Diese Mail wurde nicht nur einmal, sondern am 26. Januar 2011 ein zweites Mal über den Mailverteiler des AStA gesendet. Daraufhin veröffentlichte der Fachschaftsrat Geographie im Namen der Studierenden sinngemäß in etwa: „Wir distanzieren uns vom Image-Film ‘Inside AStA’ und insbesondere der damit im Zusammenhang stehenden Mitteilung auf der Homepage des AStA. Wir können nicht nachvollziehen, wie die Darstellung von stereotypen und rassistischen Ansichten eine Image-Kampagne des noch amtierenden Asta sein kann. Außerdem fordern wir die die Offenlegung der Finanzierung.“

Die Kritik und deren Abweisung durch den AStA-Sonderbeauftragter für Kultur, Timo Hempel von der (Kahrs-Realo-) Juso-Hoschulgruppe konnte bereits am 27. Januar tagsüber im Hamburger Abendblatt nachgelesen werden:http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1770410/Rassismus-an-….

Abends am 27. Januar dann Sitzung des Studierendenparlaments. In einem gemeinsamen Antrag der StuPa-Fraktionen „Fachschaftsbündnis, harte zeiten, Linke.SDS, Liste Links, Regenbogen / Alternative Linke“ heißt es: „Wenn formuliert wird, dass

1. Reinigungskräfte – wie selbstverständlich weibliche – notwendigerweise Migrant_innen seien,
2. Schwarze per se Afrikaner_innen seien, sie – selbstverständlich –
3. in „exotischer“ folkloristischer Kleidung auftreten und sie
4. als gospelnd ihrer Arbeit nachgehend beschrieben werden,

ist dies die plumpe Reproduktion und Verstärkung rassistischer Stereotype und Zuschreibungen.

Diese werden noch dadurch verstärkt, dass den Reinigungskräften die Rolle der Gegenspieler der Öffentlichkeitsarbeit des AStA zugewiesen wird. So wird vom selbsternannten ‘Kultur’-AStA mit den Mitteln der Verfassten Studierendenschaft die Aufrechterhaltung bestehender gesellschaftlicher Unterdrückungsverhältnisse befördert, die – wissenschaftlich begründet auch aus der Universität heraus – bekämpft werden müssen.“ Der vollständige Antrag „Rassismus ist kein Werbe-Gag“ steht als PDF online:http://stupanews.files.wordpress.com/2011/01/antrag-stupa-rassismus-ist-….

Der AStA verweigerte die Vorführung des Films im Studierendenparlament. So konnte nur der Einladungstext samt Fotos und nicht der Film an sich beurteilt werden. Statt auf die öffentliche Kritik des Fachschaftsrates Geographie einzugehen, beschimpfte der AStA-Kulturbeauftragte Timo Hempel (Juso-HSG) die anwesenden Studierenden als „Linksextremisten“. Auf die von einer Studentin mündlich vorgetragene Argumentation, das durch den Einladungstext das Klischee der „weiblichen afrikanischen Reinigungskräfte“ verstärkt und reproduziert wird, ging Hempel nicht ein. Auf HWP-Netz ist ein ausführlicher Bericht über diese Januar-Sitzung zu lesen:http://www.hwp-netz.de/asta-vorsitzende-zurueckgetreten-diskussion-ueber….

 

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