18.02 // 10h // Gegen Pro-Deutschland auf die Straße gehen!

Veröffentlicht: Februar 15, 2012 in antifa

Rassist_innen in die Krise treiben!
PRO Deutschland CONTRA geben!

Wedding: Do., 09. Februar 2012. | Leopoldplatz
Lichtenberg: Sa. 11. Februar 2012. | Anton-Saefkow-Platz
Weißensee: Sa. 18. Februar 2012. | Antonplatz

Ab 10.00 Uhr Gegenaktionen und Kundgebungen.


Aufruf:

Rassisten in die Krise treiben!
PRO Deutschland CONTRA geben!

Die Rechte rüstet um…

Im Februar ist es also wieder soweit: „Pro Deutschland“ und deren hauptberufliche Rassisten Manfred Rouhs und Lars Seidensticker schmeißen sich mal wieder in ihre Kampfanzüge. Unter dem nationalistischen Motto „Raus aus dem Euro!“ ruft die selbsternannte Bürgerbewegung zu einer Reihe von Kundgebungen in Berlin auf. Was „Pro Deutschland“ mitzuteilen hat, lässt sich schnell erahnen: die „armen“ Deutschen sollen vor der derzeitigen Euro-Finanzpolitik gerettet werden. Die angeblich „ehrliche“ Deutsche Mark wird gegen den Euro, das „hart arbeitende deutsche Volk“ dem „faulen Rest“ gegenübergestellt. Während die Hetze gegen „Ausländer“ und Muslime bislang Hauptthema und wichtigster inhaltlicher Kitt der europäischen Rechten war, so findet aktuell eine thematische Erweiterung und Neuausrichtung gegen die „Schuldenstaaten“ statt. Wenn Frank Henkel mit seiner Idee zur Gründung einer „D-Mark-Partei“ durch die Talkshows gereicht wird und Sarrazin dabei ist, ein Buch zur Europolitik zu schreiben, dann will „Pro Deutschland“ natürlich in Nichts nachstehen.

Alle gegen Alle?

Während die Hälfte der spanischen Jugendlichen erwerbslos sind (ca. 45,8%) und mit 25 oft noch bei ihren Eltern wohnen müssen, werden sie von deutschen Boulevardblättern und Politiker_innen als „Siesta Spanier“ beleidigt. Wie immer in Zeiten kapitalistischer Krisen, werden Schuldzuweisungen nicht an die unterdrückerischen Verhältnisse, sondern an die Ausgegrenzten selbst gerichtet. Dabei gärt der Neid auf alle, die es geschafft haben, soziale Errungenschaften vor dem Rotstift und eine vitale Streikkultur vor staatlicher Repression zu bewahren.

Der „patriotische“ Masochismus reicht dabei zu einzigartiger Selbstausbeutung: so ist Deutschland das einzige Land, in dem die Löhne im Verhältnis zu den 1990er Jahren gesunken sind- natürlich zum „Wohle der Nation“. Die Logik „Wenn es meinem Unternehmen gut geht, geht es auch mir gut“, wird somit täglich Lüge gestraft. Trotz des Wirtschaftlichen Aufschwunges der letzten Jahre, Verzicht und streikfauler Deutscher, sind die Reallöhne von 2000 bis 2010 um 7,4% gesunken. Ein Grund dafür ist auch die Ausweitung eines Niedriglohnsektors, der die Arbeitslosenstatistiken schönt, aber das Lohnniveau niedrig hält – wieder ganz im Sinne der Unternehmen. Dass die Wirtschaft ihre Gewinne über den Menschen stellt, beweist sie mit Niedriglöhnen, Leiharbeit und Gewerkschaftsfeindlichkeit erster Güte. Schließlich geht es um die Konkurrenzfähigkeit und die forcierte ökonomische Überlegenheit gegenüber vermeintlichen Verlierern in Südeuropa.

Den Gürtel enger schnallen? Nein danke!

Seit nun mehr als vier Jahren gehen deutsche Unternehmen aus den europäischen Rezessionen als Krisengewinner hervor und lassen es sich trotzdem nicht nehmen, in unverhohlen arroganter Art, Menschen sozialchauvinistisch zu beleidigen. Dass „Pro Deutschland“ sich an dieser, vor Standortnationalismus nur so triefende, Debatte orientiert, passt gut zu ihnen. Schließlich stellen Rassismus, soziale Ausgrenzung und völkisches Deutsch-Denken die Grundpfeiler dieser Partei dar. Der Ausschluss alles „fremden“ ist die Hauptintention ihres Handelns. Sie kämpft nicht gegen die Elite, sondern übt mit ihrer offen bekundeten Sympathie für Sarrazin den Schulterschluss mit ihr. Wenn Angela Merkel die Bewohner_innen Spaniens und Portugals auffordert, mehr zu arbeiten und weniger Urlaub zu machen – Armut also zum „Mentalitätsproblem“ erklärt, ist der Unterschied zu rechten, kulturalistischen Argumentationsmustern vom „faulen Südländer“ nur schwer zu übersehen. „Pro Deutschland’s“ Versuch, als Opposition gegen Oben zu erscheinen, ist für uns darum unglaubwürdig.

Die Menschen in Griechenland, Spanien und anderswo sind nicht unsere Gegner. Im Gegenteil: die Streiks und Kämpfe, wie sie in Griechenland stattfinden, sollten auch hier Schule machen. Wir haben mit den mit staatlicher Hilfe verarmenden Menschen weit aus mehr gemein, als mit „Pro Deutschland“ und der Sehnsucht nach der Wiedereinführung der „Reichsmark“.

Wir stellen uns gegen die rassistische Entsolidarisierung – Wir lassen uns nicht spalten!
Darum: Ob Lichtenberg, Wedding oder Weißensee- Pro Deutschland das contra geben!
Platzverweis für Rassismus!

Werdet aktiv gegen „Pro Deutschland“. Macht eigene Aktionen. Bringt Töpfe, Pfannen und alles was Krach macht mit.

Weißensee: Sa. 18. Februar 2012. | Antonplatz | Ab 10.00 Uhr

North-East Antifa [NEA] | nea[at]riseup.net | www.nea.antifa.de

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